The Simpsons - Gelb sein ist nicht das Schlechteste
Die Simpsons sind eine stereotype amerikanische Familie mit zweieinhalb Kindern. Der übergewichtige, faule Vater Homer hat die liebe und hübsche Marge geheiratet, die sich jetzt als Hausfrau um den frechen Sohn Bart und die Töchter Lisa und Maggie kümmert. Letztere ist ein Baby, welches eigentlich schon sprechen müsste, dies jedoch nie tut (es gibt nur drei Ausnahmen: am Ende des Kinofilms und in zwei Folgen). Doch etwas an der Familie ist merkwürdig: Sie ist gelb!
Die Zeichentrickserie The Simpsons wurde am 17. Dezember 1989 zum ersten Mal ausgestrahlt. Nur zwei Jahre später kam die Serie auch nach Deutschland und wurde hier genauso beliebt, wie auf dem Rest der Welt. Noch heute ist kein Ende in Sicht, obwohl bereits 480 Episoden existieren und sie die am längsten laufende Sitcom aller Zeiten ist. Die Handlung spielt, mal von einigen Urlauben der Familie abgesehen, in Springfield. In welchem Bundesstaat der USA die Stadt liegt, wird nie verraten, stattdessen werden mehrere widersprüchliche Andeutungen gemacht. Homer arbeitet in einem Atomkraftwerk, hat davon jedoch absolut keine Ahnung und ist eher verantwortlich für die Entstehung von Unfällen als deren Abwendung. Er liebt Duffbier und verbringt die meisten Abende in der Kneipe von Moe. Er ist schnell abgelenkt und nur manchmal kommt sein Vaterinstinkt heraus. Mit seinem besonderen Charakter ist er, zusammen mit Bart; der ständig einfallsreiche Streiche spielt, der beliebteste Simpson. Doch die Sendezeit ist zwischen allen Simpsons gut aufgeteilt, jeder steht einmal im Mittelpunkt einer Folge, auch die kleine Maggie.
Wie für eine Zeichentrickserie üblich, gibt es keine physische Entwicklung der Charaktere. Die Simpsons können sich zwar an die Geschehnisse aus alten Folgen erinnern, kehren jedoch nach jeder Folge zum Ausgangszustand zurück. Es gibt auch besondere Episoden, wie z.B. die jährliche Horrorepisode, bei der auch mal ein Charakter stirbt oder bekannte Horrorgeschichten nachgespielt werden, wie z.B. . The Shining von Stephen King. Die Serie beginnt immer mit einem Intro, in dem man Bart in der Schule sieht. Er muss an die Tafel Sätze schrieben, die ihn belehren sollen, wie z.B. "Ich darf andere nicht zum Fliegen ermutigen". Ein weiterer Running Gag sind die ständigen Hochzeiten von Selma, der Schwester von Marge. Für ihre Nachnamen braucht sie inzwischen wahrscheinlich einen zweiten Ausweis. Ebenfalls besonders an der Serie ist die hohe Anzahl von Gastauftritten. Viele Schauspieler, Sportler, Musiker und sogar Politiker tauchen in einer gelben Version auf und greifen in das Geschehen ein. So waren unter anderem zu sehen: Ronaldo, The White Stripes, Paul McCartney, U2, Nixon, Tony Blair und George Bush Senior.
Eine besondere Ehre wurde Green Day zu Teil, die im Film ein Konzert in Springfield spielen und die Titelmelodie, ursprünglich von Danny Elfman, neu interpretierten. Zwanzig Jahre lief die Serie schon, als sich Schöpfer Matt Groening endlich breitschlagen ließ einen Film zu machen. Im typischen Intro schreibt Bart daraufhin "Ich werde nicht 20 Jahre warten, um wieder einen Film zu machen". Auf der DVD wurde diese Zeile in "Ich darf diesen Film nicht illegal downloaden" geändert. Da man sich die meisten lustigen Sachen nicht merken kann, gibt es extra ein Simpsonspedia, wo man alle Auftritte, Tafelgags und Stadtbewohner mit ihren Biografien nachschlagen kann.