C.S.I. - Dem Erfolg auf der Spur

Gewalttaten sind etwas Furchtbares und ohne sie würde die Welt eine bessere sein. Das kann man eigentlich so direkt unterschreiben. Wären da nicht fiktive Fälle, die von attraktiven Mitarbeitern der C.S.I., Crime Scene Investigation oder deutsch: Spurensicherung am Tatort, gelöst werden und weltweit 80 Millionen Zuschauer haben. Die Serie C.S.I. Hat inzwischen noch zwei Ableger in New York und Miami, die das Team aus Las Vegas lokal kopieren. Der Produzent Jerry Bruckheimer hat mit seinen Serien so viel Erfolg, dass er wahrscheinlich schon wie Dagobert Duck in seinem Geld schwimmen kann.

Die Idee zu dieser Serie stammt von Anthony E. Zuiker, der auch den Horrorthriller Level 26 geschrieben hat. Es werden zwei Tote in der Region des Teams gefunden. Durch die Analyse der vor Ort gefundenen Spuren und Interviews von Zeugen und / oder Verdächtigen wird der Täter ermittelt. Die moderne Gentechnik und kriminaltechnische Arbeit helfen den Ermittlern dabei am meisten. In jedem Team gibt es jemanden mit speziellen Fähigkeiten, z.B. jemanden mit einem Talent für Fotobearbeitung oder jemanden, der gut aus Mimik und Gestik lesen kann. Meist müssen die Teams zusammenarbeiten, da manchmal auch die Toten eine Gemeinsamkeit hatten, z.B. den Mörder. Im Gegensatz zur Realität werden hier fast alle Fälle aufgeklärt und dies auch sehr schnell. Gut, die Sendung geht ja auch nur 42 Minuten, da wäre es zu langweilig, wochenlang die Irrfahrten von falschen Spuren mitzuerleben. Werden Fälle einmal nicht aufgeklärt, kann man sich so gut wie sicher sein, dass die Verdächtigen in einer späteren Folge nochmal vorkommen und dann gefasst werden können.

Da die Geschichten selbst nicht vor Einfallsreichtum strotzen muss es noch etwas anderes geben, was die Zuschauer anzieht. Einmal wahrscheinlich das gute Gefühl, dass die Täter ja so schnell gefangen werden. Dann gibt es noch den Vorteil das zwei der drei Serien an einem heißen Ort spielen, wo man auch mal weniger bekleidete Menschen befragen muss. Und dann sieht die Serie einfach auch gut aus. Nicht nur wegen der Menschen, sondern wegen der Filmtechnik. Die Produzenten lassen gern Szenen drehen, die futuristisch aussehende Laborarbeit und Analysen zeigt. So kommt in jeder guten Episode der Flug eine Kugel in Zeitlupe vor, wodurch der Standpunkt des Schützen erkannt wird. Auch immer gern gesehen sind Zellen und ihre Reaktionen auf Bewegungen und Außeneinwirkungen, wie z.B. ein Tropfen Blut, der den Hemdstoff durchdringt und sich an den Fasern festsetzt. Die Techniker im Labor sind meist die unterhaltsamsten Charaktere, die auch gern mal merkwürdige Hobbies, wie Käfer sammeln, haben. Die Lebensgeschichte der Hauptcharaktere wird am Rand angesprochen und ist nur selten Teil der eigentlichen Geschichte. Es werden nur einige Hintergrundinformationen gegeben, damit man sich den Rollen näher fühlt.

Der Kultregisseur Quentin Tarantino ließ es sich nicht nehmen, einmal für zwei Folgen das Drehbuch zu schreiben und auch die Regie zu führen. In der Folge Grabesstille der fünften Staffel wird ein Mitglied des Teams bei lebendigem Leibe begraben und das Team sieht ihn durch eine Kamera hindurch zu. Am Bildrand läuft ein Countdown, der ihnen klarmacht, dass sie nur wenig Zeit haben um ihn zu retten. Für viele Fans der Serie waren diese Doppelfolge ein absolutes Highlight, da Tarantino für seine Bildgewalt und aufrührenden Filme bekannt und beliebt ist.