King of Queens - die TV-Sitcom als Kultserie mit Identifikationspotential

Die Serie King of Queens, die immer noch in Endlosschleife auf den heimischen Kanälen läuft, ist eine US-amerikanische Sitcom, welche erstmalig 1998 auf CBS ausgestrahlt wurde. Die insgesamt 207 Folgen beschreiben das durchschnittliche Leben des übergewichtigen Kurierfahrers Doug Heffernan aus dem Stadtteil Queens in New York City und seiner hübschen, stets nach Höherem strebenden Frau Carrie, sowie Carries Vater Arthur, der im Keller des Hauses der beiden wohnt. Arthurs Genörgel und Starrköpfigkeit, mit welchen er vor allem Doug oft fast in den Wahnsinn treibt, sind ebenso Inhalt der Serie, wie auch Carries Unzufriedenheit mit ihrem Leben, auch wenn sie Doug liebt, und ihre High-Society-Ambitionen. Weiter werden Rassenunterschiede, Homosexualität, Dougs Gewichtsprobleme, die Höhen und Tiefen einer Ehe sowie Carries Vorliebe für Status- und Prestigesymbolik thematisiert. Letztere drückt sich vor allem in Carries Hang zu teuren Markenklamotten, wie Kleider für jede Jahreszeit aus. Die Kleidung der ehrgeizigen Vorstadtfrau ist übrigens Inhalt gleich mehrerer Folgen und sorgt immer wieder, auch zwischendurch, für hitzige Diskussionen zwischen Mann und Frau. Auch Holly, die "Gassiführerin" von Arthur, wird einige Male in die Debatten um Stil und Styling involviert.

Serie mit Wiedererkennungswert

Der große Erfolg der Sitcom King of Queens beruht neben der punktgenauen und zielsicheren Situationskomik auf der Tatsache, dass sie großes Identifikationspotential besitzt. Jeder Zuschauer kennt mindestens einen Doug Heffernan, einen liebenswerten, verfressenen, bequemen Mann mit Lausbubencharme, der seinen Job und seine Frau liebt, ein Dasein ohne nennenswerte Höhepunkte führt, aber dennoch die meiste Zeit über ein zufriedenes Leben lebt. Auch die Figur der eitlen Carrie, die sich niemals günstige Damenschuhe kaufen würde, ist so gezeichnet, dass man sagt: "So eine Tussi haben wir im Büro auch". Ebenso verkörpern auch die anderen Darsteller Menschen, "die man kennt", der laute und querköpfige Arthur, der fesche, sensible Deacon, der tollpatschige, erfolglose Danny, der frauenverstehende, gutmütige Spence, die dümmlich wirkende, aber großherzige Holly und so weiter.
Und gerade diese Charaktere, und die scheinbare Tatsache, dass Doug und Carrie so gar nicht zusammenpassen, machen die Serie derart liebenswert.
Ein weiteres Highlight von King of Queens ist der Umgangston zwischen den Figuren, der hart, aber herzlich und mit einer guten Prise Zynismus, Schadenfreude und schwarzem Humor gewürzt ist.

Weitere interessante Fakten zu King of Queens

Es gab in der Serie etliche Gastauftritte von Prominenten wie Ben Stiller, der im "echten Leben" der Sohn von Carries Vater Arthur (Jerry Stiller) ist, William Hurt, Burt Reynolds, Adam Sandler, Kirstie Alley oder Robert Goulet.
Anne Meara, die in King of Queens Spences Mutter Veronica spielt, ist mit Jerry Stiller verheiratet, den sie in der letzten Folge der Serie auch heiratet, nachdem Arthur Veronica bis dahin immer verschmäht hatte.
Gary Valentine, der Dougs Cousin Danny verkörpert, ist der ältere Bruder von Hauptdarsteller Kevin James alias Doug.
Leah Remini, die die Carrie spielt, ist mit Angelo Pagan verheiratet, der einige Gastauftritte in King of Queens absolvierte, unter anderem als Rico, der sexy Arbeitskollege von Doug. Kevin James Ehefrau Steffiana De La Cruz gibt in mehreren Folgen Carries Nagelpflegerin.
Amy Stiller, Jerry Stillers Tochter, spielt des Öfteren die Kellnerin in einem Café.
Im Jahr 2007 wurde die letzte Folge der neunten Staffel von King of Queens ausgestrahlt und erreichte in Deutschland die höchste Einschaltquote der gesamten Serie von 2,49 Millionen Zuschauern. Danach taten sich Fans aus aller Welt zusammen, um eine zehnte Staffel durchzusetzen, was misslang.
Die Sitcom ist in 30 Ländern auf der ganzen Erde ausgestrahlt worden. Aufgezeichnet wurde sie allerdings nicht in Queens, sondern größtenteils in Culver City, einer Stadt im Los Angeles County im US-Bundesstaat Kalifornien.