The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene

Der Titel war für die meisten Kinder und Jugendlichen wahrscheinlich schon Grund genug, sich die Serie aus Neuseeland mal anzusehen. Im Jahr 2001 kamen die ersten Folgen in Deutschland auf dem Kinderkanal und schnell entwickelte sich eine starke Fangemeinschaft. Denn diese Serie war anders als alle anderen. Hier ging es nicht um Teenager, die lustige Streiche spielen und Stress mit Lehrern. Diese Serie spielte den Ernstfall durch: Was würde geschehen, wenn die Erwachsenen alle sterben?

Die Fantasy-Serie hatte eine andere Grundlage als die anderen. Anstatt sich auf die Kassenschlager Magie, Vampire und Monster zu verlassen, ist alles relativ realistisch gehalten worden. Der Grund für den Tod aller Erwachsenen war ein misslungenes Genexperiment einer Kosmetikfirma. Sie wollte etwas entwickeln, was die Haut verjüngt, doch stattdessen entwickelte sich ein Bakterium, welches seinen Wirt schneller altern lässt. Nur die Jugend war nicht von einer Ansteckung bedroht, solange sie das Erwachsenenalter nicht erreicht hatten. Nach dem Tod der Erwachsenen brach die Anarchie los. Es bildeten sich Tribes (Gangs), die versuchten durch Gewalt und Einschüchterung die Vorherrschaft über die Stadt zu gewinnen. Die Probleme der zusammengebrochenen Wirtschaft waren ihre größten Herausforderungen: kein Strom, keine Wasserversorgung und keine weitere Produktion von Lebensmitteln. Die Suche und der Kampf um Konserven, sowie Reisen auf alte Bauernhöfe waren an der Tagesordnung. Dabei musste man sich jedoch immer in Acht nehmen, wem man begegnete, sonst war alles schnell wieder geklaut.

In der ersten Staffel herrschten die Locos, mit dem Anführer Zoot. Ihre stärksten Gegner wurden die Mallrats, streunende Kinder und Jugendliche, die sich in der Gemeinschaft in der sicheren Mall besser aufgehoben fühlten, als auf den Straßen. Sie waren es auch, die durch das Sammeln von Informationen erfuhren, dass ein Gegenmittel entwickelt worden war. Jedoch konnte es nicht mehr verteilt werden. Sie finden es und beginnen es kostenlos an die Bewohner zu verteilen. Ihr gewonnenes Ansehen nutzten sie, um einen Tauschhandel und eine Zeitung aufzubauen. Doch als eine gewisse Struktur in der Stadt aufgebaut werden konnte, nicht zuletzt durch die zahlreichen Erfindungen der Mallrat Jack, kam ein neues Problem. Eine Gruppe von Fanatikern überrannte die Stadt. Sie verehrten Zoot, der bei einem Kampf gestorben war, und wollten sein Kind. Mit Psychotricks und angeblicher Sicherheit konnten sie die Stadt übernehmen. Durch das Infiltrieren der sogenannten Auserwählten durch einige Mallrats und den geistigen Verfall des Anführers konnten sie jedoch auch bezwungen werden. Einige Mallrats befinden sich gerade auf dem Weg aus der Stadt heraus, als aus Flugzeugen über ihnen Fallschirmspringer abspringen. In der Stadt werden die Geräusche von Flugzeugen für die Rückkehr der Erwachsenen gehalten, doch auf dem Land weiß man schnell, dass dies die Invasion eines überlegenen Tribes ist. Die Technos sind intelligente Jugendliche, die mit Sklaven Strom erzeugen, mit diesem Spiele anbieten und so die Stadt für sich gewinnen. Dass das Spiel eigentlich nur ein Experiment des Anführers ist, entdecken die Mallrats erst, als sie einige ihrer Mitglieder aus dem Labor befreien. Mit Hilfe der Virtuellen Realität wollte der Anführer sich aus dem Rollstuhl befreien.

Auch ihn können die Mallrats besiegen, doch sein ehemaliger Handlanger übernimmt seinen Posten. Zuerst scheint alles gut, er bietet Arbeit, Verpflegung und Strom, doch langsam werden die Anführer der Mallrats argwöhnisch. Der Handlanger hatte die Programme seines Vorgängers noch weiter bearbeitet und eine künstliche Intelligenz geschaffen. Diese hatte jedoch durch ihre Datenbanken gelernt, dass Menschen schlecht für die Welt sind und beschloss daraufhin, einen im Labor gezüchteten Virus freizusetzen. Die Mallrats können sich im letzten Moment auf ein Boot flüchten und die Stadt verlassen.